“burning bridges” von Tami Fischer

Burning Bridges Tami Fischer Lesen und Träumen

Inhalt

Wenn wir aufeinandertreffen, sprühen keine Funken. Wenn wir aufeinandertreffen, gehen wir in Flammen auf.
Sein Name lautete Ches. Das war alles, was ich wusste. Keine Vergangenheit und keine Identität. Alles an ihm strahlte Gefahr aus, doch ich schaffte es einfach nicht, mich von ihm fernzuhalten. Ich war Metall und er der Magnet, welcher mich anzog. Doch nicht nur mich zog er an; auch Dunkelheit und Ärger und Geheimnisse begleiteten ihn wie Motten das Licht. Ich war vielleicht gebrochen, aber wenn er mich für schwach hielt, machte er einen Fehler. Ich würde jedes seiner Geheimnisse lüften. Und wenn ich brennen musste, um seine Dunkelheit zu vertreiben, würde ich jede Sekunde im Feuer genießen.

Cover und Klappentext: Quellenangabe

meine Meinung

Ich habe vom Buch vorab schon viel gehört und gelesen, und da es in mein Lieblingsgenre fällt, war ich sehr gespannt auf die Geschichte von Ches und Ella.

Die Autorin hat einen unheimlich angenehmen Schreibstil, durch den ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Der Spannungsbogen blieb konsequent in der Höhe, und dadurch ergaben sich keinen Moment langweilige Stellen.

Die Handlung wird komplett aus Ellas Sicht erzählt. Von Ches´ Vergangenheit erfährt man häppchenweise im Laufe der Geschichte, und somit habe ich von Anfang an gerätselt, was ihm passiert ist, und warum er so ist, wie er ist.

Ich mochte beide Charaktere sehr gern. Ich mochte an Ella sehr, dass sie so selbständig ist, aber auch ihre sanfte und empathische Seite hat sie für mich eingenommen.

Auch Ches war mir sehr sympathisch. Er ist ein junger Mann, bei dem man im Laufe der Zeit eine sehr zerbrechliche Seite kennenlernt. Und genau das mochte ich an ihm so sehr. Er ist nicht ein Mann, der immer stark ist, sondern im Gegenteil – er ist jemand, der auch ganz leise sein kann.

Die Emotionen zwischen den beiden waren vom ersten Moment an zu spüren, die Verbindung der beiden, die Anziehungskraft war nachvollziehbar. Beide sind sehr authentisch und sind nicht fehlerlos, sondern haben im Gegenteil ihre Ecken und Kanten, ihre Unsicherheiten, und müssen ihren Platz im Leben erst finden. Doch gerade das hat sie mir sehr sympathisch gemacht, weil sie so lebensecht sind, und weil ich mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte.

Auch die Nebencharaktere wurden gut ausgearbeitet und fügen sich sehr gut in die Gesamthandlung ein, was in Vorbereitung auf den nächsten Band, wo Ellas Freundin die Hauptrolle spielen wird, natürlich sehr gut ist, weil man spätestens bei Teil 2 das Gefühl hat, alte Freunde wiederzutreffen.

Einen halben Punkt ziehe ich aber ab, weil es mir gegen Ende ein wenig zu schnell ging, und ich mir zu bestimmten Szenen mehr Erklärungen gewünscht hätte.

In seiner Gesamtheit war es aber ein Buch, das mich vollkommen überzeugen und fesseln konnte. Die Charaktere wurden sehr gut und authentisch dargestellt, und die Handlung selbst durchläuft alle Emotionen – vom prickelnden ersten Kuss, über Wut, Hass und natürlich Liebe erlebt der Leser hier alles. Klare Leseempfehlung, ich bin schon sehr gespannt auf Band 2.