„Der Tag, als ich die Welt umarmte“ von Miranda Dickinson

„Der Tag, als ich die Welt umarmte“ von Miranda Dickinson

Inhalt:

Die Welt ist eine Nussschale – und immer noch zu groß für dich?

Schon ihr ganzes Leben lang träumt Harriet Langton von der großen weiten Welt, von exotischen Ländern – und besonders von dem romantischen Zauber Venedigs! Durch ihren Job in einem Reisebüro ist sie diesem Traum ein klitzekleines Stückchen näher. Aber selbst reisen? Fehlanzeige. Ihr Fast-Verlobter will immer nur campen. Da tritt Alex ins Reisebüro – und in Harriets Leben. Er reist gern, fotografiert gut, kocht toll. Mit ihm scheint die Welt auf einmal nicht mehr so unerreichbar groß. Kein Wunder, dass sie schnell beste Freunde werden. Aber erst, als Alex sich mit einer anderen verloben will, erkennt Harriet, was sie wirklich fühlt.

meine Meinung:

Mich hatte an diesem Buch der Klappentext angesprochen, der eine süße friends to lovers-Liebesgeschichte versprach. Dieses Versprechen wurde allerdings nur teilweise eingehalten. Wenn man das Buch gelesen hat, ist auch erkennbar, dass der Klappentext nicht dem Buch entspricht – denn Harri lernt Alex nicht neu kennen, denn er ist seit langem ihr bester Freund.

Harri ist in einer festen Beziehung und möchte reisen – sie findet jedoch 1000 Ausreden, warum sie dies nie kann, und ihr Traumziel Venedig möchte sie sowieso nur mit ihrem Traummann besuchen. Doch ihr Freund möchte lieber campen als verreisen. So muss sie sich mit ihrem Job im Reisebüro und ihren Träumen zufrieden geben.

Die Autorin schildert die Handlung nur aus Harris Sicht in Ich-Form. Was mich sehr verwirrt hat, war die Tatsache, dass zu den Kapitelanfängen die Handlung in der Gegenwart beschrieben ist, eine Szene, in der sie sich in einer Toilettenkabine eines Lokals angeschlossen hat und offenbar davor etwas Schlimmes passiert ist. Dann geht es nach ein paar Sätzen mit der tatsächlichen Geschichte in der Vergangenheit weiter. Diese „Klo-Abschnitte“ wären gut gewesen, wenn sie z.B. in einer anderen Schriftart gekennzeichnet wären, oder mit einer kleinen Überschrift mit davor und jetzt. So war das längere Zeit einfach nur verwirrend, weil mir der Zusammenhang fehlte.

Der Schreibstil selbst ist flüssig.

Harri ist eine junge Frau, die für alle anderen da ist, immer hilfsbereit, und ihre eigenen Träume nur zu schnell hintenan stellt. Ihr Freund ist beruflich viel abwesend, und Alex, ihr bester Freund, ist zwar immer für sie da, aber dieses Prickeln, das da eigentlich herrschen sollte, wenn sie sich verlieben, fehlt mir leider komplett.

Insgesamt kamen die Gefühle nicht bei mir an, ich konnte nicht spüren, was an Harri so liebenswert ist, ebenso wie an Alex. Auch der angekündigte Humor war nicht anwesend, die gesamte Handlung empfand ich eher als trocken denn als humorvoll. Die Geschichte selbst war für mich langatmig, denn die Gedankengänge von Harri wiederholten sich immer wieder und waren dadurch dann auch anstrengend.

Alles in allem war das Buch zwar eine nette Geschichte, die aber noch Luft nach oben hat, mich nicht fesseln konnte und keines ist, das einem im Gedächtnis bleibt.

Ich persönlich vergebe hier nur eine bedingte Leseempfehlung.

Quellenangaben findest du hier

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