“Doktor M” von Stella Stone

Inhalt:

Er ist gut aussehend, karrierehungrig und hat magische Hände. Um es kurz zu fassen, Doktor Matthews ist der Traummann einer jeden Frau – und der Traumchirurg eines jeden Patienten.

Gäbe es nur nicht das teuflische weiße Pulver, das selbst Engel im Operationssaal zu Dämonen werden lässt…
Gäbe es nur nicht diesen einen kleinen Vorfall, der sein Leben auf den Kopf gestellt und die schwer verletzte Emma in seinen Operationssaal befördert hat…
Gäbe es nur nicht die tiefen emotionalen Krater, die ein Leben an der Spitze hinterlässt…

… dann wäre Doktor M. der Traummann einer jeden Frau – und der Traumchirurg eines jeden Patienten.

Seitenzahl der Print-Ausgabe: 243 Seiten
Verlag: Fine Line Verlag (15. November 2016)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

Cover, Klappentext und  Buchinfo von amazon
Quellenangabe

meine Meinung:

Vorab danke ich den Autorinnen und dem Verlag für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Sie wird aus der Sicht von Dalton in Ich-Form
geschildert, und das alleine ist ja schon eher ungewöhnlich, weil die meisten
Romane ja doch aus Frauensicht geschrieben sind.
Der Charakter von Dalton ist sehr gut beschrieben, und der Handlungsverlauf ist insofern
spannend, als man lange nicht erfährt, was mit Emma genau passiert ist, bzw.
wie Dalton darin involviert ist.
Die Geschichte ist eher im Erzählstil verfasst, und es gibt neben Dalton und Emma wenige Nebencharaktere. Aber das stört überhaupt nicht, so kann man sich noch mehr auf
das Seelenleben von Dalton konzentrieren und beobachten, wie sich seine Gefühle
zu Emma ändern, wie er aber trotzdem immer noch der Ansicht ist, dass er sie
nicht verdient und er kein guter Mann ist. Obwohl man als Leser sehr schnell
anderer Meinung ist, war es doch faszinierend, die Entwicklung von Dalton zu
beobachten, seine Zerrissenheit, seinen Kampf gegen die Sucht, und wie sehr er
sich in einen Mann verwandelt, der zu 100 % anders ist als zu Beginn des
Romanes.
An Emma hat mir sehr gut gefallen, dass sie eine solche Kämpfernatur ist, dass sie nicht
verzweifelt, ihren Lebenswillen nicht verliert, fröhlich bleibt, und in allem,
was passiert, einen Sinn sieht – auch wenn es noch so tragisch ist.
Es ist keine lustige Geschichte, sondern sie ist eher ein wenig düster, aber trotzdem
vermittelt sie auch Hoffnung – darauf, dass es immer möglich ist, dass sich
etwas bessert, dass der Mensch sich immer zum Besseren ändern kann, wenn er
dies wirklich will. Es ist eine Geschichte über Verzweiflung, Kampf gegen die
Sucht, Depression, aber auch über Hoffnung, Vertrauen, Verzeihen und Liebe.
Ein Buch, das mir trotz seines eher ernsten Themas sehr gut gefallen hat und das trotzdem auch eine Liebesgeschichte ist, ein wirklich tolles Buch für eine Debutautorin, von
der ich hoffe, bald wieder zu lesen.
Ich vergebe hier gerne eine Leseempfehlung.

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