„Million Dollars between us“ von Nikolina Drum

„Million Dollars between us“ von Nikolina Drum

Inhalt

Birdie ist obdachlos. Seit sie denken kann, lebt sie auf der Straße. Als sie wie jedes Jahr im Winter in die belebte Oxford Street umzieht, steht sie fassungslos vor dem neuen Bürogebäude, das ihrem Schlafplatz gegenüber gebaut wurde. Tag ein, Tag aus beobachtet sie nun die reichen Anzugträger, die sie mit Abscheu behandeln oder ganz ignorieren. Besonders Damien Hamilton, Juniorchef der Firma, scheint sie nicht ausstehen zu können …

meine Meinung

Mich hatte an diesem Buch auf jeden Fall der Klappentext angesprochen, aber auch die Tatsache, dass es als „Leserliebling“ der online-Lese-Plattform Wattpad angekündigt wurde. Ich selbst bin nicht bei Wattpad, aber als regelmäßiger Buchleser hat man jedenfalls schon mal davon gehört, und dass hier schon wirklich tolle AutorInnen mit ihren Werken weltweit bekannt wurden.

Nun aber zur Geschichte: Wie gesagt, mich hatte hier jedenfalls der Klappentext angesprochen, und ich kam auch sehr schnell in die Handlung. Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil, manchmal in den Formulierungen noch ein wenig holprig, was sicherlich der Tatsache geschuldet ist, dass dies hier ihr Debut ist. Auch manche Situationen hätte ich mir gewünscht, dass sie mehr erklärt wären, und manchmal wechselten Szenen recht sprunghaft, sodass ich das Gefühl hatte, etwas versäumt zu haben – doch dies alles hat sich im Rahmen gehalten und mich nicht so extrem gestört – wie schon gesagt, das wird mit Sicherheit noch besser, wenn die Autorin mehr schreiben wird (was ich sehr hoffe).

Die Handlung selbst wird zu einem großen Teil aus der Perspektive von Birdie geschildert. Damiens Gefühle bleiben eher ein wenig außen vor – die Autorin hat hier den Schwerpunkt auf die Schilderung aus er Sicht einer Obdachlosen gelegt, was mir auch sehr gut gefallen hat. Sie hat es perfekt geschafft, den Gegensatz zwischen Reichtum und Armut darzustellen. „Die Symbolik der Situation ist kaum zu ignorieren. Er in seinem feinen Anzug, der bestimmt mehrere hundert Dollar gekostet haben muss. Und dann ich: eine in eine Hundedecke eingewickelte Obdachlose.“ – dieser Satz aus dem Buch umschreibt perfekt die gesamte Handlung. Auf der einen Seite ist da Birdie, die vor einem Wolkenkratzer in einer Nische auf der Straße lebt, und die nicht mehr besitzt als eine Hundedecke und die Kleidung, die sie am Leib trägt, . Auf der anderen Seite ist da Damien, der im Wolkenkratzer arbeitet und Geld wie Heu hat. Es entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die behutsam die Gegensätze zwischen den beiden herausarbeitet. Mir hat sehr gut gefallen, wie sich Damien nach und nach auf ihre Welt einlässt – und dass Birdie trotz allem niemals vergisst, wo sie hergekommen ist. Dies beschwört natürlich immer wieder auch Konfliktsituationen zwischen den beiden herauf, weil sie sich nicht scheut, ihm auch ihre Meinung zu sagen und es ihr im Prinzip egal ist, wieviel Geld er verdient. Das Buch hat ein Ende – wenn auch keines, das ich erwartet hätte -, das aber trotzdem sehr passend ist. Wenn es als Cliffhanger gedacht ist, würde ich mich wirklich sehr freuen, eine Fortsetzung zu lesen.

Alles in allem konnte mich „Million Dollwars between us“ auf jeden Fall überzeugen. Es verknüpft eine aufkeimende Liebesgeschichte mit den Gegensätzen aus Reich und Obdachlos und ist auf jeden Fall etwas erfrischend Anderes zu allen anderen Büchern, die den Markt überschwemmen. Birdie und auch Damien waren mir sympathische Charaktere, vor allem Birdie ging mir mit ihren lebensnahen Schilderungen von Obdachlosigkeit und dem Umgang von anderen damit unter die Haut. Leseempfehlung.

Cover, Klappentext und Buchinfos findest du durch Klick auf diesen Link.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

16 + fünfzehn =