„Noble Match“ von Nicole Knoblauch

„Noble Match“ von Nicole Knoblauch

Ich kannte bisher noch kein Buch der Autorin, die Inhaltsangabe und auch das schön gestaltete Cover hatten mich hier angesprochen.

April ist Assistentin bei einer Bachelor-Fernsehshow. Als sie den Bachelor, den schottischen Duke Kayden, kennenlernt, muss sie erkennen, dass er ihr mehr unter die Haut geht, als sein dürfte, denn immerhin ist sie keine Teilnehmerin, sondern Mitglied des Fernsehteams …

Die Autorin erzählt die Geschichte abwechselnd aus Aprils und Kaydens Sicht, womit ich mich gut in die Gefühlswelt und Gedanken der beiden versetzen konnte. Auch der angenehm flüssige Schreibstil trägt dazu bei, dass ich mich schnell in die Handlung einfinden konnte und das Buch auch recht rasch ausgelesen hatte.

April ist als Teamassistentin dafür zuständig, dass bei allen Teilnehmern der Show – sowohl bei Kayden als auch den Damen – keine Wünsche offen bleiben. Als sie erkennt, dass sie sich zu Kayden mehr hingezogen fühlt, als sie sollte und dürfte, und Kayden ganz anders ist, als die Presse ihn darstellt, kommt sie in gewaltige Gefühlsdifferenzen. Das fand ich wirklich gut dargestellt.

Auch Kayden fühlt sich sehr zu April hingezogen, auch wenn er das nicht zeigen darf, und mir hat an ihm sehr gefallen, dass er sich – zwar langsam, aber doch – ihr gegenüber öffnet und ihr zeigt, was für ein Mensch er tatsächlich ist.

Das Setting hat mir sehr gut gefallen, auch die Handlung an sich fand ich wirklich gut gestaltet. Ich konnte mir gut vorstellen, wie alles aussieht, und auch die Charaktere wurden so ausgearbeitet, dass sie Tiefe entwickeln. Toll fand ich die Einblicke in die Gestaltung einer Fernsehshow dieses Formats. Die Tatsache, dass hier alles mit Kameras beobachtet und aufgezeichnet wird, dass Tatsachen dann ganz anders dargestellt werden, als sie es waren, haben bei mir eine gewisse Beklemmung hervorgerufen. Ich persönlich würde nicht für viel Geld bei einer solchen Show mitmachen wollen, wenn der Preis dafür ist, dass man auf Schritt und Tritt beobachtet wird.

Ich fand die beiden als sehr sympathische Charaktere, die sehr lebensecht wirkten, Ich habe mit Kayden und April mitgelebt und mitgefiebert, und auch wenn das Ende doch auch vorhersehbar war, habe ich mich doch sehr gut unterhalten gefühlt.

Zwischendrin gab es ein paar Gedankenwiederholungen und kurze Längen, über die ich jedoch hinwegsehen konnte. Lediglich das Ende kam dann sehr rasch, als ob das Buch schnell zu Ende gebracht werden sollte. Auch einen Epilog – ein Jahr später oder so – hätte ich toll gefunden. Gegen Schluss gab es auch eine Situation, die ich anhand der Tatsache, dass die beiden schon Vertrauen zueinander aufgebaut hatten, nicht so ganz nachvollziehen konnte. Ich hatte hier das Gefühl, als ob noch ein wenig Drama eingebaut werden sollte.

In seiner Gesamtheit hat mir das Buch wirklich gut gefallen und ich vergebe gern eine Leseempfehlung.

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