Rezension: “American Royals – wer wir auch sind” von Nichole Chase

Inhalt:

Du bist alles, was ich nicht bin. Und trotzdem will ich nur dich.
Die junge Madeline will die Welt verändern und schießt dabei gern mal über das Ziel hinaus. Als sie nach einer Rettungsaktion in Polizeigewahrsam genommen wird, hat ihr Vater, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, endgültig genug. Maddie muss Sozialstunden ableisten – ausgerechnet bei Jake Simmon. Der Sohn der Vizepräsidentin und sie könnten unterschiedlicher nicht sein, doch seit einem schweren Unfall ist Jake nicht mehr der perfekte Politikersohn, der er einmal war. Er merkt bald, dass Maddie und ihn mehr verbindet, als er zugeben wollte – auch wenn sie so tabu für ihn ist wie niemand sonst auf der Welt …

 

12,90 € inkl. MwSt.

LYX
PAPERBACK
LIEBESROMANE
414 SEITEN
ALTERSEMPFEHLUNG: AB 16 JAHREN
ISBN: 978-3-7363-0710-0
ERSTERSCHEINUNG: 31.08.2018

 

Cover, Klappentext und Buchinfo mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Quellenangabe

 

Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde bei der Lesejury lesen – vielen Dank für das Leseexemplar auch an den Verlag. Meine Meinung blieb davon unbeeinflusst.

 

meine Meinung:

 

Bereits die Leseprobe, die den Leser mitten ins Geschehen wirft, konnte mich überzeugen.

Der Schreibstil ist unheimlich flüssig, und durch die Schilderung aus Sicht von Jake und Maddie konnte ich mich sehr gut in die beiden hineinversetzen.

Die beiden kennen sich von Kindheit an und haben gegenseitige Vorurteile gegeneinander. Mir hat sehr gut gefallen, dass sowohl Maddie als auch Jake diese Vorurteile nicht belassen, sondern bereit sind, aneinander zu arbeiten.

Sowohl Jake als auch Maddie waren mir sehr sympathisch.

Maddie will die Welt verändern, und sie muss erkennen, dass es manchmal besser ist, nicht immer mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Vor allem sie macht einen großen Schritt in Richtung Erwachsensein, was mir sehr gut gefallen hat. Doch auch Jake entwickelt sich sehr weiter, was sich vor allem im letzten Drittel des Buches zeigt.

Sehr gut gefallen hat mir, dass sich die Liebesgeschichte eher langsam entwickelt, obwohl es von Beginn an gewaltig zwischen den beiden knistert; und die Protagonisten sehr authentisch handeln. Man kann sich vorstellen, dass diese in der Realität ebenso reagieren und fühlen, wie es beschrieben wird.

Doch nicht nur die Hauptcharaktere sind gut ausgearbeitet, auch die Nebencharaktere bekommen genug Platz, um sich in die Geschichte einzufügen, manche davon sicherlich auch in Vorbereitung auf den Folgeband, wo es um Jakes Schwester gehen wird.

Die Autorin hat in diesem Buch das Thema von Krieg und Kriegsveteranen und deren Leben “danach” angesprochen, und sie hat es geschafft, den Leser zum Nachdenken zu bringen, und vor allem näherzubringen, dass mit dem Ende eines Krieges mit der Heimkehr des Soldaten nicht alles wieder Friede-Freude-Eierkuchen ist. Mir hat dies sehr gut gefallen, weil es – gerade für einen Liebesroman – mal ein anderer Handlungsansatz ist.

Es gibt romantische und süße Momente, aber auch welche, bei denen mir die Tränen in die Augen stiegen. Die Autorin hat es geschafft, mit Twists im Plot Überraschungen zu schaffen, mit denen man nicht gerechnt hat, was mir sehr gut gefallen hat, weil so die Geschichte nicht ganz vorhersehbar war.

Die erotischen Szenen fand ich gut beschrieben, allerdings hätte es die absolut nicht gebraucht bzw. in geringerer Anzahl, mir persönlich waren sie zu viel.

Warum das Buch, das ich über mehr als die Hälfte gedanklich bereits in die 5 Sterne-Kategorie eingereiht hatte, jedoch einen Stern Abzug bekommt, ist das letzte Drittel. Hier hatte ich das Gefühl, die Autorin wolle schnell zu einem Ende kommen, das für alle passt. Rasend schnell wurden Konflikte gelöst, alles war zu glatt und zu komplikationslos.
Mir hatte an diesem Buch eben so gut gefallen, dass sich alles langsamer entwickelt, und dass man als Leser die Vorkommnisse gut nachvollziehen konnte. Dies wurde leider mit den letzten 100 Seiten zerstört, was ich sehr schade finde.

 

Fazit: “American Royals – wer wir auch sind” ist der in sich abgeschlossene erste Band einer Dilogie, der mir sehr gut gefallen hat. Ein angenehm flüssiger und fesselnder Schreibstil, eine Handlung, die nicht 08/15 verläuft, und liebenswerte Charaktere haben das Buch zu einem gemacht, das man ungern aus der Hand legt. Lediglich das letzte Drittel war mir zu schnell heruntergehaspelt und zu perfekt gelöst. Trotzdem vergebe ich gern eine Leseempfehlung.

 

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