Rezension: “Das Glück an meinen Fingerspitzen” von Julie Leuze


Inhalt

Nebelige Wälder, einsame Pazifikstrände – und kein Kontakt zur Außenwelt: So stellt sich Jana das Paradies vor, seit sie am eigenen Leib erfahren hat, wozu Menschen fähig sind. Bei ihrem Onkel, der in der kanadischen Wildnis Wölfe und Bären erforscht, will sie den Vorfall endlich vergessen. Doch dann verschwindet ihr Onkel spurlos und vor ihrer Blockhütte steht plötzlich ein verletzter junger Mann namens Luke …

ISBN: 978-3-473-40166-6
EAN: 9783473401666


Buchcover, Klappentext und Buchinfo mit freundlicher Genehmigung des Verlags.
Quellenangabe



meine Meinung



Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde bei was-liest-du lesen, worüber ich mich sehr gefreut habe. Ich kenne schon ein paar Bücher der Autorin, allerdings noch keins aus dem Jugenbuchgenre. Sowohl der Klappentext als auch das Cover sind sehr interessant gestaltet und machen Lust darauf, das Buch zu lesen.

Die Handlung wird abwechselnd aus Sicht von Jana und Luke erzählt. Der Schreibstil ist fesselnd und spannend, lässt jedoch auch Gefühle nicht missen. Auf diese Weise hat es die Autorin geschafft, dass das Buch zu keiner Minute langweilig wird und man in einem Rutsch durchliest.

Die Umgebung der beiden – die Wildnis Kanadas – wurde wunderschön und bildhaft beschrieben, sodass man als Leser das Gefühl bekommt, live dabei zu sein. 

Ich mochte beide Protagonisten sehr gern. Beide haben ein großes Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen, und die gemeinsame Zeit in der einsamen Wildnis ist die perfekte Gelegenheit, dieses Päckchen näher zu betrachten. Somit erfährt der Leser häppchenweise, was den beiden passiert ist, und hat die Möglichkeit, die beiden langsam so richtig gern zu mögen. Abgesehen von traurigen und auch Szenen, die einen wütend machen, gibt es Szenen, bei denen man schmunzeln muss, und die dadurch einen perfekten Ausgleich schaffen. Und natürlich kommt auch die Liebe und Romantik nicht zu kurz. 

Es ist eine Geschichte, die tiefer geht, als man anhand des Klappentextes vermuten könnte. Die Charaktere sind sehr lebensecht beschrieben, sodass man das Gefühl bekommt, dass sie irgendwo da draußen wirklich herumlaufen. Gerade das und die abwechselnde Schilderung der Gedanken und Gefühle beider hat sie mir sehr sympathisch gemacht und ich habe mit ihnen mitgehofft und -gebangt.

Was mir besonders gut gefallen hat, war der ausführliche Epilog, der die komplette Geschichte so richtig abgerundet hat.

Fazit: “Das Glück an meinen Fingerspitzen” ist ein Buch, das mich von der ersten Seite an mit einem fesselnden und spannenden Schreibstil, bildhaften Beschreibungen der Wildnis Kanadas, und zwei sympathischen Protagonisten überzeugen konnte. Szenen, bei denen man schmunzeln muss, wechseln sich mit welchen ab, bei denen man vor Spannung die Luft anhält. Auch Liebe und Romantik lassen die Geschichte leben, und ich konnte das Buch zwischendrin nur schwer zur Seite legen. Ich vergebe eine Leseempfehlung nicht nur für die Zielgruppe der Jugendlichen, sondern durchaus auch Erwachsene.



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