Rezension: “Schwarzer Obsidian” von Victoria Quinn (Obsidian 1)

Inhalt:

Ich stand an der Bar und wartete auf einen Freund, als es passierte.
Als sich mein Leben für immer veränderte.
Die Frau, die ich mein ganzes Leben lang gesucht hatte, kam hinein. Wunderschön.
Perfekt. Makellos.
Ich wusste, dass ich sie haben musste.
Und am Ende der Nacht würde ich sie haben.
Meine nächste Sub.
Format: Kindle Edition und epub
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 458 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B072JNR3RR
EAN: 9781386147480

Cover, Klappentext und Buchinfo von Amazon
Quellenangabe

Meine Meinung:

Mir wurde das ebook über den Verlag zur Verfügung gestellt, wofür ich mich herzlich bedanke, meine Meinung wurde jedoch dadurch nicht beeinflusst.
Die Handlung erzählt abwechselnd aus Calloways und Romes Sicht, dies und der flüssige Schreibstil haben mich rasch in die Geschichte einsteigen lassen.
Beide Charaktere mochte ich sehr. Sie haben eine schwierige Kindheit hinter sich, und obwohl man anfangs ahnt, was passiert ist, erfährt man doch im Laufe der Handlung immer mehr darüber und lernt so die beiden noch besser kennen – obwohl das, was der Leser hier in Teil 1 der Serie erfährt, mit Sicherheit noch nicht alles ist.
Mir gefiel sehr gut, wie sehr Calloway um Rome kämpft und konnte auch sehr gut nachvollziehen, dass er sie beschützen und immer um sich haben will. Ich mochte an ihm, dass er sich nicht scheut, ihr zu sagen, wie es ihm geht, aber auch, dass er Probleme damit hat, eine Beziehung zu führen und dass er auch seine Unsicherheit zugibt.
An Rome mochte ich wiederum, dass sie eine unabhängige Frau ist, dass sie sich gut behaupten kann, und nicht von einem Mann abhängig sein will. Durch diese – für mich nachvollziehbare – Sturheit, sich helfen zu lassen, ist es klar, dass Probleme damit vorprogrammiert sind. Und es hat mir Spaß gemacht, die beiden zu beobachten und zu schauen, wie es mit ihnen weitergeht.
Einen Punkt muss ich leider abziehen für Schreibfehler, die bei einem guten Korrektorat nicht passieren sollten, teils hatte ich auch das Gefühl, dass es Übersetzungsfehler sind. Auch die Handlung selbst hat sich manchmal in sich wiederholt und sich teils ein klein wenig gezogen.
Die Erotikszenen sind teils recht zahlreich und könnten ruhig etwas weniger ausführlich sein, passen im Gesamten aber wiederum zur Handlung, da es hier ja darum geht, dass Callowey Rome zu seiner Sub machen möchte. BDSM-Szenen finden sich hier allerdings (noch) keine. Parallelen zu Shades of Grey, wie in einigen Rezensionen bekrittelt, sind sicherlich vorhanden, alleine schon durch die Konstellation “Dom trifft Frau, die er zur Sub machen möchte”. Das finde ich aber nicht unbedingt schlimm.
Fazit: “schwarzer Obsidian” ist Teil 1 einer Buchserie, der mich noch nicht vollends fesseln konnte, aber mich trotzdem neugierig auf Teil 2 gemacht hat. Die Entwicklung der Charaktere verläuft noch etwas langsam, ich bin aber sehr gespannt, wie es Rome und Calloway in Teil 2 ergehen wird.