Rezension: “Silver Lane” – nur einen Sommer lang von Jennifer Jancke

 

Inhalt:

 

Daria Evans kann es kaum erwarten, das hektische Großstadtleben von Los Angeles hinter sich zu lassen, um in ihrer Heimatstadt Silver Lane neue Energie zu tanken. Der schwere Unfall ihrer Mutter wirft ihre Pläne jedoch über den Haufen und ihr bleibt nichts anderes übrig, als während des Sommers die Leitung des Gestütes zu übernehmen. Keine besondere Hilfe, sondern eher ein besonderes Übel ist Tyler Wyatt, der viel zu attraktive Vorarbeiter ihrer Mutter, der ihr mit seiner arroganten Art gehörig zusetzt. Und dann ist da noch ihr Ex, der sie zu einer Wette provoziert, die sie nur gewinnen kann, wenn sie über ihren Schatten springt und Tyler um Hilfe bittet. Eine fatale Entscheidung, die den täglichen Katastrophen die sprichwörtliche Kirsche auf den Sahneberg setzt …

 

Verlag: Romance Edition

Erscheint: September 2018
Genre: Contemporary Romance
Serie: Einzeltitel
Handlungsort: USA

Seitenangabe: 250

Format
P-Book: Paperback 14×21 cm
E-Book: EPUB, MOBI

Preis
P-Book: € 12,99 [D]
E-Book: € 4,99 [D]

ISBN
978-3-903130-70-8 [Print]
978-3-903130-71-5 [EPUB]

Covergestaltung: Sturmmöwen

 

Cover, Klappentext und Buchinfo mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Quellenangabe

 

Ich bedanke mich beim Verlag für das Leseexemplar – meine Meinung blieb davon unbeeinflusst.

 

meine Meinung:

 

2017 durfte ich das Debut von Jennifer Jancke bereits in der Testlesephase begleiten. Ihr Buch “in between – zwischen Wahrheit und Lüge” hatte mir sehr gut gefallen und konnte mich überzeugen.

Sehr gefreut habe ich mich, als ich erfuhr, dass ihr neues Werk nun im Verlag Romance Edition erscheinen würde – dies nicht nur, weil ich mich auf neuen Lesestoff von Jennifer freute, sondern auch deshalb, weil ich schon einige Bücher des Verlags gelesen habe und mich noch keins enttäuschte.

In “Silver Lane – nur einen Sommer lang” lesen wir über Daria, die nach jahrelangem Studium nachhhause zurückkehrt, um dort einen Sommer am heimischen Pferdegestüt zu verbringen, bevor sie ins Berufsleben einsteigt. Doch es kommt alles anders als geplant, und so findet sie sich nach einem schweren Unfall ihrer Mutter mit der Leitung des Gestüts wieder und muss erkennen, dass nicht alles ist, wie es scheint – und dann ist da noch Tyler, der Vorarbeiter ihrer Mutter, der sie immer wieder bis aufs Blut reizt.

Die Geschichte ist in einem unheimlich flüssigen und fesselnden Schreibstil verfasst, und ich war bereits beim ersten Kapitel in die Handlung versunken und es fiel mir schwer, das Buch abends zur Seite zu legen.

Die Handlung wird aus Darias Sicht erzählt, womit es mir sehr leichtgefallen ist, mich in sie, ihre Gefühle und Gedanken hineinzuversetzen. Sie wurde vor ihrem Weggang zum Studium sehr verletzt und jetzt, nach ihrer Rückkehr, muss sie erkennen, dass sie sich endlich damit auseinandersetzen muss, und vor allem, dass nicht immer alles so ist, wie man glauben könnte. Dadurch entwickelt die Geschichte eine Dynamik, der man sich nicht so einfach entziehen kann. Ich muss zugeben, manchmal fand ich Daria etwas zickig und auch stur – an anderer Stelle wiederum hat sie mich überrascht, wenn sie gezeigt hat, dass sie auch ganz anders sein kann.

Tyler – ihn mochte ich von Beginn an. Konfrontiert mit der auf Streit gebürsteten Daria, habe ich an ihm bewundert, wie ruhig und fokussiert er bleiben kann. Er ist loyal, kämpft für das Gestüt, und so ganz nebenbei verändert sich nebenbei die Dynamik zwischen Tyler und Daria.

Gerade diese eher langsame Entwicklung ihrer Beziehung zueinander hat die Figuren authentisch und lebensecht gemacht. Aber nicht nur die Hauptprotagonisten, auch die Nebenfiguren wurden toll ausgearbeitet, sodass sie sich perfekt in den Verlauf der Geschichte eingepasst haben.

Was mir auch sehr gefallen hat, waren die vielen bildhaften Beschreibungen des Gestüts und dem Leben der Bewohner und wie der Umgang mit und das Verhalten der Pferde beschrieben wurde; dadurch hatte ich das Gefühl, dabei zu sein und alles live mitzuerleben.

Das Buch liefert alles an Gefühlen, was möglich ist; die erotischen Szenen sind nicht allzu ausführlich beschrieben, was mir sehr gut gefallen hat – sie prickeln und machen Spaß zu lesen.

 

Fazit: Fesselnder Schreibstil, sympathische und lebensecht gezeichnete Protagonisten und eine Handlung, die keinen Moment langweilig war, haben das Buch zu einem gemacht, bei dem ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Wut und Verzweiflung, Eifersucht, Romantik, Liebe, Erotik und Humor haben mich von Seite 1 an unterhalten, ich habe mitgelebt und mitgefiebert. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.