„Unvergessen – dein Bild für die Ewigkeit“ von Nadine Gerber

„Unvergessen – dein Bild für die Ewigkeit“ von Nadine Gerber

Unvergessen dein Bild für die Ewigkeit Nadine Gerber Lesen und Träumen

Inhalt

Emma ist ein Engel. Ein Fotoengel. So nennt die Organisation „Unvergessen“ ihre Fotografen, die Familien, die schwere Schicksalsschläge erleben, professionelle Fotos als Erinnerung an einen geliebten Menschen schenken. Eines Tages soll Emma eine junge Familie fotografieren. Die Mutter wird nach einer Hirnblutung während der Geburt nur noch von Maschinen am Leben gehalten und Emmas Fotos sind die einzigen Erinnerungen für das Baby, das ohne Mutter aufwachsen wird. Also ein typischer Fall für Emma. Doch dieser Einsatz ist ein ganz besonderer und Emma weiß: Sie kann ihrer Vergangenheit nicht mehr entkommen. Die Verbindung zur Vergangenheit und der Weg zu Emmas Glück sind der attraktive Witwer Lukas. Aus anfänglichem Hass entsteht eine ganz besondere Freundschaft. Und bald muss sich Emma die Frage stellen: Wie nah ist zu nah?

€ 4,99 [D], € 4,99 [A]
Erschienen am 06.04.2020
300 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-98642-7

Cover, Klappentext und Buchinfo: Quellenangabe

meine Meinung

Ich kannte bisher kein Buch der Autorin, der Klappentext versprach eine emotionale und berührende Geschichte und hat mich damit neugierig auf das Buch gemacht.

Die Autorin erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Lukas und Emma. Diese Art Schreibstil mag ich sehr gern, weil sie damit ermöglicht, sich in beide Protagonisten hineinzuversetzen. Gerade der Beginn war sehr berührend. Emma wird mit einem neuen Auftrag für die Fotoengel in ihre Vergangenheit zurückkatapultiert und kämpft sehr damit. Sehr gut haben mir die Szenen mit ihrer Therapeutin gefallen, die ihr auch immer wieder neue Denkansätze vermittelt.
Was mir jedoch nicht ganz so gut gefallen hat, war die Tatsache, dass Emma Lukas eine Information quasi aufzwingt, um ihre eigene Vergangenheit zu bewältigen.
Lukas als trauernden Witwer fand ich hingen sehr gut beschrieben, seine Verzweiflung angesichts der Tatsache, nun mit einem Baby alleine zu sein, war nachvollziehbar.

Auch die Idee der Fotoengel, die es meines Wissens ja auch tatsächlich gibt, fand ich wunderbar beschrieben und umgesetzt.

Nun kommt mein großer Kritikpunkt: Die Gefühle der beiden sind zwar beschrieben – aber fühlen konnte ich sie leider nicht. Die Geschichte hat mich nicht so berührt, dass mir Tränen in die Augen gestiegen wären, was am eher nüchternen Schreibstil liegt. Somit habe ich die Geschichte zwar gelesen, aber sie ging mir – trotz der Tatsache, dass sie wirklich berührend ist – nicht ins Herz.

Fazit: „Unvergessen – dein Bild für die Ewigkeit“ konnte mich zwar mit einer sehr schönen (Liebes)Geschichte an sich überzeugen, doch leider kamen die Gefühle bei mir nicht an und sie konnte mich somit nicht berühren. Schade.

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