„You make me fly“ von Murphy Malone

„You make me fly“ von Murphy Malone

Inhalt

Sorina studiert in Glasgow Zoologie und möchte sich eigentlich ausschließlich auf die Uni konzentrieren. Besonders, da sie mit einem gebrochenen Herzen und einer Angststörung zu kämpfen hat. Als sie den charismatischen Leathan kennenlernt, bekommt sie ihn nicht mehr aus dem Kopf. Doch dann lässt er sie bei ihrem ersten Date sitzen und Sorinas Selbstzweifel rauben ihr die Hoffnung auf einen Neuanfang. Bis sie erfährt, dass sie nicht die Einzige ist, die eine Last mit sich trägt …

Leathan studiert auf Wunsch seines Vaters Business Management und soll die Whisky-Destillerie der Familie übernehmen. Dabei brennt er eigentlich für Musik, Schauspielerei und Tiere. Doch als er bei einer Nachtschicht in der Bibliothek der tätowierten Sorina begegnet, erinnert sie ihn daran, dass er eigentlich etwas ganz anderes möchte …

Verlagsinformationen findest du hier

meine Meinung

Bei diesem Buch hatte mich die Aussicht auf eine Liebesgeschichte in Schottland auf jeden Fall neugierig auf die Geschichte von Leathan und Sorina gemacht.

Die Autorin erzählt die Handlung aus beiden Perspektiven und somit konnte ich mich sehr gut in die Gefühlswelt der beiden hineinversetzen. Die Emotionen kamen bei mir an und haben mich lachen, aber auch weinen lassen.

Sowohl Sorina als auch Leathan müssen versuchen, sich von der Vergangenheit zu befreien, um miteinander sein zu können. Bei Sorina sind es Angststörungen, bei Leathan wiederum die Abhängigkeit von seinem Vater, der von ihm erwartet, das Familienunternehmen zu übernehmen. Beide Charaktere wurden gut ausgearbeitet und wirkten sehr lebensecht, und entgegen der Meinung aus anderen Rezensionen finde ich sehr wohl, dass sich die beiden weiterentwickeln.

Was mir dann allerdings ein wenig zu viel war, waren die Probleme im Umfeld der beiden – Transgender, Rassismus und Alkohol und Drogen – auch wenn die Autorin diese Probleme einfühlsam behandelt und auch gelöst hat, empfand ich es als too much. Die Probleme von Sorina und Leathan reichen für ein Buch meiner Ansicht nach komplett aus. Doch: Hut ab für eine Debutautorin, die dies gewagt und großteils auch toll umgesetzt hat! Und als Lehre aus dieser Geschichte nimmt man auf jeden Fall mit, tolerant zu sein, andere zu akzeptieren, wie sie sind, und den Menschen dahinter zu sehen und nicht die Tatsache, dass sie „anders“ sind.

Sehr schön fand ich den Freundeskreis von Sorina und Leathan – da halten alle zusammen, jeder hilft jedem und jeder akzeptiert jeden so wie er ist.

Gegen Ende war es mir dann zu viel happy end und alle Probleme wurden gelöst. Für Sorina und Leathan zwar sehr schön, aber das war der einzige Teil, den ich nicht ganz so realistisch empfunden habe.

Man erhält mit „you make me fly“ nicht nur eine wunderbare Liebesgeschichte, sondern auch eine, die zum Nachdenken anregt – wie man anderen gegenüber auftritt, dass man andere für ihre Meinung und Lebenseinstellung toleriert, dass man einfach auch mal nur zuhört. Das Buch hat am Ende kapitelweise Triggerwarnungen – Personen, die anfällig sind, getriggert zu werden, sollten diese auf jeden Fall beachten.

Ich vergebe in jedem Fall eine Leseempfehlung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

5 × drei =